Richtig marinieren

Früher wurden Marinaden vor allem verwendet, um die Speisen länger haltbar zu machen. Heute dienen sie eher dazu den Produkten mehr Aroma und Geschmack zu verleihen oder Fleisch saftiger (Marinaden auf Öl-Basis) bzw. zarter (Marinaden auf Buttermilch- oder Joghurt-Basis) zu machen. Ob man sie nun verwendet oder nicht bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ein gutes Rinder-Steak und andere hochwertige Fleisch-Spezialitäten bedürfen normalerweise keiner Marinade und Salz und Pfeffer reichen völlig aus.

Wer aber nun mariniertes Fleisch oder andere Produkte liebt sollte vor allem eines tun – die Marinade selber machen und keine fertig marinierten Produkte erwerben, da auf diese Art und Weise oft versucht wird minderwertige Lebensmittel aufzuwerten.

Für eine gute Marinade braucht man auch nur 3 Dinge zu beachten:

  1. Säure hinzugeben (z.B. Zitronensaft, Essig oder Wein) – hierbei gilt die Regel, je stärker die Säure, desto kürzer sollte die Marinier-Zeit sein; bei Zitronensaft und Essig eher kürzer, bei Wein oder Joghurt ruhig länger.
  2. Ausreichend Öl (z.B. Pflanzen, Oliven oder Nussöl) verwenden.
  3. Gewürze verwenden – und zwar die, die einem gefallen. Gute Optionen sind auch Senf, Sojasauce, Chilis oder diverse Pasten.

Ob nun Salz an die Marinade gehört oder nicht, ist immer noch nicht final geklärt. Einige sagen nein, da dies das Wasser aus den Nahrungsmitteln zieht und somit z.B. Fleisch zäh macht. Andere sagen, dass eine geringe Menge nicht schadet und das Fleisch z.B. saftiger macht. Zur Not können die Speisen aber auch nach dem Garen gesalzen werden.

Im Prinzip sind der Kreativität bei Marinaden keine Grenzen gesetzt und man kann neben Gewürzen auch frische oder getrocknete Kräuter, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Zitrusschale, Ketchup oder Pflaumensauce verwenden. Das Hinzufügen süßer Zutaten (Melasse, brauner Zucker, Honig oder sogar Ahornsirup) zur Marinade kann zum Beispiel dazu beitragen, dass sich eine karamellisierte, knusprige Schicht auf dem gegrillten Fleisch bildet. Generell ist auch den Mengenverhältnissen keine Grenze gesetzt – erlaubt ist was gefällt – tastet euch einfach langsam an den von euch präferierten Geschmack heran und würzt anfangs lieber etwas zu wenig als zu viel.

Zur Aufbewahrung der marinierten Speisen, bitte immer einen Behälter aus Edelstahl, Glas, Plastik oder wiederverschließbare Plastiktüten verwenden. Auf keinen Fall ein Behältnis aus Aluminium nehmen, da es mit Säuren reagieren und die Farbe und den Geschmack der Lebensmittel ändern kann. Den Behälter immer gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Ihr solltet auf jeden Fall immer ausreichend Marinade machen, so dass ihr das komplette Fleisch bedecken und es hin und wieder wenden könnt. In der Regel reicht eine halbe Tasse flüssiger Marinade pro Pfund Fleisch vollkommen aus. Solltet ihr die Marinade als Sauce verwenden wollen, müsst ihr sie auf jeden Fall mitkochen, so dass potentielle Bakterien abgetötet werden.

Richtig-marinieren